Sendepause

Ah, gute Schuhwer.., nein, Kleiderwerbung, nein, Autowerb.., oh, es ist eine Werbung für Kaffee!

Jö! Süße Hunde, die bewerben sicher Hundenahrung für Welpen. Nein, Klopapier. Eines, das sehr weich sein soll. Aber nicht das für „klassische Sauberkeit“. Wie ist Sauberkeit bitte „klassisch“?

Doping für die Haare – und ich dachte, Doping wäre was Böses, laut Werbung ist es wohl super. Gibt’s aber eh nur für Männer. In anderen Shampoo-Werbungen heißt es dafür, dass das Shampoo für „gesünder aussehendes Haar“ ist. Da kann sich nachher niemand beschweren, dass die Haare nicht tatsächlich gesünder sind – es wird schließlich nur versprochen, dass es so ausschaut, nicht dass es gesünder ist.Ina_Tier_Farbe_1

Gott sei Dank putzen und waschen laut Werbung noch immer hauptsächlich Frauen. Schließlich sind Männer sogar zu blöd, um WC-Steine zu kaufen, sondern bauen stattdessen komplizierte, unzureichende Lösung mit Boxhandschuhen und anderem Zubehör. Und wenn die Frau des Hauses einmal krank ist, geht der Haushalt sowieso den Bach runter. Die Kinder sauen sich komplett ein (was lt. Waschmittel aber kein Problem ist; da freuen sich die Mamas richtig über die Flecken), der Hund hat nichts zu fressen und das Bügeleisen bleibt am Hemd stehen. Alle sind dann glücklich, wenn es einen Hustensaft gibt, der die Mama rasch wieder auf die Beine bringt.
Die Rollenverteilung passt dann wieder – Papa rast im Auto durch einsame Gegenden, Mama putzt und wäscht.

Trotzdem hat Werbung auch was Gutes: Waschmittel-Erzeuger machen neuerdings darauf aufmerksam, dass man Waschmittel sicher vor Kindern aufbewahren soll. In verschließbaren Boxen. Als ich Kind war wussten das die Eltern nicht! Es haben, was sehr erstaunlich ist, viele Kinder überlebt. Vielleicht war das Waschmittel noch besser verträglich?


Herbstzeit – die Schatten werden länger, Farben leuchtender….

4 Gedanken zu „Sendepause“

  1. Ich hab mal darüber nachgedacht, wie es denn so war damals mit dem Waschmittel und anderen angeblich so gefährlichen Sachen. Also ich wär als Kind nie draufgekomen, Waschpulver zu essen! Zumindest nicht in solchen Mengen, dass es problematisch geworden wäre – ich hätte nach einem kleinen Koster wohl alles ausgespuckt! Es lebe der Hausverstand!

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  2. Als ich noch bei der Niederlassung eines Konzerns tätig war, war ich auch für die Printwerbung am heimischen Markt zuständig und kenne daher ein wenig, wie die Werbeleute ticken. In den Printmedien ist die Werbung immerhin noch recht gut. Aber was da im TV und im Internet abgeliefert wird ist eine Zumutung. Zumindest für Menschen die über die Grundschule positiv hinaus gekommen sind und über einen Intellekt verfügen, der sich einem IQ von 100 zumindest annähert. Aber offensichtlich sind die Werbefritzen der Ansicht, dass man sich besser an die dumpfe Masse wenden muss, weil dort mehr Kohle zu machen ist. Selbst Werbung für teure Autos ist vielfach nicht auf die gehobene Käuferschicht, sondern auf Testosteron überfrachtete Flachwurzler ausgerichtet.
    Das Gute daran: Man hat in allen Zeiten von Werbung Zeit für anderes und der Fernseher kann sich ausruhen.

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